Meine Schmunzelgeschichte

Da kam er nun, der heißersehnte Anruf aus Ladeburg. Mein kleines Pekenmädchen, das ich mir ausgesucht habe, war alt genug, dass sie in ihr neues zu Hause umziehen konnte. Es war Ende März 2002. Voller Vorfreude auf den kleinen Schatz ging ich ins Reisebüro und holte mir eine Zugfahrkarte. An einem Mittwoch, um 05.57 Uhr ging es los. Gegen Mittag, nachdem mir schon sämtliche Sitzpartien eingeschlafen waren, kam ich an. Mensch war ich aufgeregt. Wie sieht sie jetzt aus, wie hat sie sich entwickelt, ist es eine Freche? All diese Fragen gingen mir durch den Kopf. Zuerst durfte ich mir alle anderen Pekis ansehen, beschmusen, sowie Mama und Papa der Kleinen in Augenschein nehmen.Es hat mir alles zu lange gedauert. D a n n   k a m   d e r   g r o ß e   M o m e n t.  Nicht sonderlich an mir interessiert, wackelte sie die Küche rein, setzte sich hin, machte erstmal ein Pfützchen (auf die dafür vorgesehene Zeitung) und schaute in den Näpfen nach, ob es da vielleicht schon wieder was zu futtern gab. Quadratisch, puschelig, wunderschön und sehr neugierig trat sie auf, die kleine Maus. Ich bekam vor lauter Bewunderung den Mund nicht mehr zu. Das Hundebaby hatte derzeit noch alle Namen:Baby, Schatzi, MausiSo wurde sie von mir gelockt. Baby hat mich entdeckt, gesehen, abgeschleckt und geliebt. Nun, nachdem alles vertragliche geregelt war, hieß es Abschied nehmen von Mami, Geschwistern und Frau Bringezu, die Züchterin. Baby wurde in das von mir mitgebrachte Hundekörbchen gesetzt und ab ging es zum Bahnhof, in Richtung Biblis. Nun komme ich zu der Schmunzelgeschichte, irren ist menschlich.Vor lauter erzählen, bewundern und beschauen, hatte ich glatt vergessen einem sehr menschlichen Bedürfnis nachzugehen, welches sich da jetzt sehr bemerkbar machte. Kurz nach Braunschweig, fragte ich eine junge Frau, die in meinem Abteil mit einem etwa 5-jährigen Mädchen saß, ob es ihr etwas ausmachen würde, kurz auf meine Jacke und die Box, in dem Babylein saß, aufzupassen. Nein, das wäre kein Problem, sie würde danach schauen. Ich wollte gerade hinausgehen da fragte die Kleine ihre Mama:"Was ist denn das für ein Tier?" Die Mutter antwortete:" Aber Kim, das ist ein Meerschweinchen, das sieht man doch!" Ich konnte mir das Lachen kaum mehr verkneifen und habe die Beiden aufgeklärt, nachdem ich vom besagten Örtchen zurück kam. Der Frau war es ganz schön peinlich. Aber was soll es, sie hat es eben nicht besser gewußt. Wann sieht man schließlich mal ein Pekenbaby?Übrigens, das Babylein mit den vielen Namen heißt heute "Püppchen". Sie war von Anfang an ein süßes Püppchen und ist eines geblieben